Der Meltemi spart nicht mit seinen Winden….

Nach Durchqueren des Golfes von Korinth ging es weiter Richtung Südosten, zunächst im Saronischen Golf: wir werfen den Anker zunächst auf Palaia Fokaia (noch Festland südöstlich von Athen) in der Bucht Agios Nikolaos aus. Sehr viele Boote sind unsere Nachbarn.

Hier empfangen wir am nächsten Morgen einen Hilferuf von Franzosen auf einem gecharterten Katamaran: erst taucht Uwe erfolgreich nach einer verlorenen Lesebrille, eine Stunde später nach deren im Felsen böse verhakten Anker. Man verabredet sich zum Dank mit uns in Paris.

Danach Weitersegeln in die Bucht am Kap  Sounion mit Aufstieg zum sehenswerten Poseidontempel (schwitz…).

Am nächsten Tag gehts vorbei an der Insel Kea zur Insel Kythnos. Hier haben wir mehr und mehr mit Fallböen und stärkerem Meltemi bis 30 kn aus Nordrichtung zu tun und segeln  öfter gerefft. Vom berühmten Sandstrand in der Bucht Paralia Kolona vertreiben uns schließlich die vielen Partyboote mit lauter Musik. Außerdem verlieren wir in der Bucht unseren Ankerball…
Auf Kythnos bietet sich uns Gott sei Dank noch eine einsamere Bucht: Agios Ioannis. Aber auch hier pfeifen durchgehend Meltemi und Fallwinde. So peilen wir die nächste Insel Syros an und finden dort auch einen Bootshop (Ankerball!), wo wir außerdem den Angelzubehör komplettieren können. Abendessen im sehr guten Restaurant „Meltemi“ .

Am Morgen des 28.7. stehen wir recht früh auf, um die heimkommenden Fischer erleben und vlt. etwas fangfrischen Fisch erstehen zu können: Der Fang ist aber sehr überschaubar und die mühsam aus den Netzen gelösten Fischlein klein…so viel zum Fischbestand im Mittelmeer…

Seit dem 28.7. ankern wir nun in einer wunderschönen Bucht auf der weitgehend unbewohnten Insel Rinia. Die Windvorhersage Richtung Osten, wo wir eigentlich hinwollen, ist bis einschließlich den 2.8. mittel- bis dunkelrot gefärbt, was Windgeschwindigkeiten bis 40 kn nahelegt.
Am 3.8. wollen wir aber unbedingt Richtung Kalymnos Weitersegeln, da wir am 7.8. in Kos liebe Freunde aus Bayern an Bord erwarten.

Als wir am 3.8.22 gegen 5 Uhr in unserer Koje erwachten, hörten wir deutlich den Wind ums Boot pfeifen und die Wanten klappern…..Er hatte schon wieder zugenommen!

Wir entschlossen uns dennoch, Richtung Osten loszulegen. Neben einem stürmischen Wind bis Sturm mit maximal 35,2 kn plagten uns und das Boot recht hohe kurze Wellen (1,6 Meter, von WINDY gemessen…), die uns stark hin- und her warfen.. Bei halbem Wind kamen wir mit der Fock allein trotz alledem doch nicht so schnell voran.

Wir hätten Levitha nicht mehr im Hellen erreicht und bogen deshalb in eine windgeschützte Bucht der felsigen Insel Donusa ab, wo wir eine ruhige Nacht verbrachten. Leider hatte eine große Welle mit ihrer Gischt sogar meine Kräuter in den Pflanztöpfen erreicht…. Jetzt wissen wir, dass Basilikum Salzwasser auf den Tod (!) nicht ausstehen kann.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.